Die Corona-Krise hat auch die Buchbranche ins Mark getroffen. Das betrifft für uns Verlage nicht nur die Absage der Leipziger Buchmesse sowie die etwaige der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Mit dem Ausfall von Leipzig wurden der Arco Verlag und Hentrich & Hentrich auch vorerst um die öffentlichkeitswirksame Verleihung der Kurt-Wolff-Preise gebracht, was bedauerlich, aber verhältnismäßig leicht zu verschmerzen ist. In zahlreichen Verlagen lagen die Umsatzeinbrüche im März bei 80–95 %. Daß das beim Arco Verlag noch nicht so ist, hat allein mit der starken Resonanz auf die Neuerscheinung von Walter Serners Die Tigerin nach Besprechungen zu tun.

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Mit Freude gratulieren wir unserer Autorin Marga Minco heute zum 100. Geburtstag. Warum es ein vielfaches Wunder ist, daß sie ihn erlebt, davon geben ihre Bücher Zeugnis. Wir fühlen uns beschenkt, daß sie im Arco Verlag erscheinen.

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Wir gratulieren unserem Autor Alban Nikolai Herbst herzlichst zu einem – halbrunden – Geburtstag! Mit ihm verbinden sich sehr viele geteilte Stunden, hier und da, da und dort, zu allen Tages- und Nachtzeiten in den letzten Jahren und wunderbare Bücher, nicht nur, aber auch im Arco Verlag: angefangen mit Aeolia. Gesang, fortgesetzt mit den Gedichten Das Ungeheuer Muse.

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Wir freuen uns, daß der WDR 3 – als dessen treue Hörer wir aufgewachsen sind – unsere Prager Autorin Danielá Hodrová und ihre Neuerscheinung Ich sehe die Stadt … gleich in sein Programm aufnimmt. Die »Vorlesung« läuft zunächst jeden Nachmittag von 14.45–15 Uhr in der Sendung »Lesezeichen«. Am 18. Januar werden alle Folgen noch einmal am Stück gesendet. Wir wünschen eine gute »Ohr-Lektüre«.

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Wie soeben von der Kurt-Wolff-Stiftung bekanntgegeben, wird der Arco Verlag der zwanzigste Kurt-Wolff-Preisträger sein. Die Preisübergabe findet am 13. März 2020 im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Mit großer Dankbarkeit und Freude erfüllt uns diese Anerkennung unserer Arbeit. Wir geben diese Auszeichnung im Herzen an alle weiter, die für den Arco Verlag stehen und wirken und unser Programm in den vergangenen 18 Jahren geprägt haben: Autoren und Autorinnen, Übersetzerinnen und Übersetzer, Gestalter, Setzer, Herausgeber und Vertreter. Wir schließen in den Dank die Journalistinnen und Journalisten ein, die unseren Weg mit ihrer Aufgeschlossenheit und ihrem kritischen Echo begleitet haben.

Die Begründung des Kuratoriums zu ihrer Wahl lautet: »Der mit 26.000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2020 geht an den Arco Verlag in Wuppertal, der in einer Zeit, in der West- und Osteuropa politisch in Distanz zu geraten drohen, die große kulturelle Tradition fortführt, in der die deutschsprachige Literatur seit je mit den mittel- und osteuropäischen Literaturen verbunden war. Mit großem Spürsinn stellt Arco Neuentdeckungen der Gegenwartsliteratur in den Echoraum der klassischen ästhetischen Moderne und hält dabei nicht zuletzt die Erinnerung an die jüdischen Autoren und Autorinnen des zwanzigsten Jahrhunderts wach.«

Wir gratulieren außerdem unseren Leipziger Kolleginnen und Kollegen vom Verlag Hentrich & Hentrich, die den Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung erhalten werden. Damit werden gleich zwei Verlage ausgezeichnet, die – wie fast keine anderen im deutschen Sprachraum – für jüdische Literatur und jüdische Themen stehen.

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Gleich doppelter Grund zur Freude: Wir sehen nicht nur dem Kurt-Wolff-Preis 2020 entgegen, sondern auch einer »Geburtstagsfeier« der besonderen Art: Marga Minco wird Arco-Autorin, und wir wollen der Grande Dame der niederländischen Literatur zum 100. Geburtstag am 31. März 2020 gleich zwei ihrer Bücher überreichen. Mit C. F. Ramuz kommt Weltliteratur aus der Welschschweiz in unser Programm – »einer der bedeutendsten Erzähler Europas«, wie die Zeit zurecht befindet. In der modernistischen Reihe Coll´Arco zaubert Magnus Chrapkowski die nächste Überraschung aus dem Hut – Luis Cardoza y Aragon aus Guatemala, 1926 im Mahlstrom des modernen Paris –, und Ludvík Kundera halten wir zu seinem 100. Geburtstag am 22. März mit Berlin–Konstantinopolis die Treue.

Zur Frühjahrsvorschau 2020.

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