Wie soeben von der Kurt-Wolff-Stiftung bekanntgegeben, wird der Arco Verlag der zwanzigste Kurt-Wolff-Preisträger sein. Die Preisübergabe findet am 13. März 2020 im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Mit großer Dankbarkeit und Freude erfüllt uns diese Anerkennung unserer Arbeit. Wir geben diese Auszeichnung im Herzen an alle weiter, die für den Arco Verlag stehen und wirken und unser Programm in den vergangenen 18 Jahren geprägt haben: Autoren und Autorinnen, Übersetzerinnen und Übersetzer, Gestalter, Setzer, Herausgeber und Vertreter. Wir schließen in den Dank die Journalistinnen und Journalisten ein, die unseren Weg mit ihrer Aufgeschlossenheit und ihrem kritischen Echo begleitet haben.

Die Begründung des Kuratoriums zu ihrer Wahl lautet: »Der mit 26.000 Euro dotierte Kurt-Wolff-Preis 2020 geht an den Arco Verlag in Wuppertal, der in einer Zeit, in der West- und Osteuropa politisch in Distanz zu geraten drohen, die große kulturelle Tradition fortführt, in der die deutschsprachige Literatur seit je mit den mittel- und osteuropäischen Literaturen verbunden war. Mit großem Spürsinn stellt Arco Neuentdeckungen der Gegenwartsliteratur in den Echoraum der klassischen ästhetischen Moderne und hält dabei nicht zuletzt die Erinnerung an die jüdischen Autoren und Autorinnen des zwanzigsten Jahrhunderts wach.«

Wir gratulieren außerdem unseren Leipziger Kolleginnen und Kollegen vom Verlag Hentrich & Hentrich, die den Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung erhalten werden. Damit werden gleich zwei Verlage ausgezeichnet, die – wie fast keine anderen im deutschen Sprachraum – für jüdische Literatur und jüdische Themen stehen.

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Gleich doppelter Grund zur Freude: Wir sehen nicht nur dem Kurt-Wolff-Preis 2020 entgegen, sondern auch einer »Geburtstagsfeier« der besonderen Art: Marga Minco wird Arco-Autorin, und wir wollen der Grande Dame der niederländischen Literatur zum 100. Geburtstag am 31. März 2020 gleich zwei ihrer Bücher überreichen. Mit C. F. Ramuz kommt Weltliteratur aus der Welschschweiz in unser Programm – »einer der bedeutendsten Erzähler Europas«, wie die Zeit zurecht befindet. In der modernistischen Reihe Coll´Arco zaubert Magnus Chrapkowski die nächste Überraschung aus dem Hut – Luis Cardoza y Aragon aus Guatemala, 1926 im Mahlstrom des modernen Paris –, und Ludvík Kundera halten wir zu seinem 100. Geburtstag am 22. März mit Berlin–Konstantinopolis die Treue.

Zur Frühjahrsvorschau 2020.

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Kaum war Jürgen Deppes sonor vorgetragene Besprechung von János Tereys Budapester Überschreitungen im Deutschlandfunk-»Büchermarkt« verklungen, da legte Ralf Stiftel in der Westfälischen Allgemeinen nach. Und abermals Jürgen Deppe lobt im NDR: »Es ist eines der besten Bücher des Jahres!« Da mochte der WDR nicht nachstehen, und Dirk Hohnsträter begeistert sich dort für Térey, »einen detailgenauen Autor von sinnlicher Präzision.« Daneben kommt die druckfrische Daniela Hodrová ins Gespräch, zunächst in der Süddeutschen Zeitung und im Neuen Deutschland. Jiří Kolář wird ebenso gewürdigt.

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Wie jedes Jahr präsentiert der Arco Verlag seine Neuerscheinungen auf der Frankfurter Buchmesse – unter anderem bei gleich vier Veranstaltungen auf dem Messegelände und an Literaturorten. Bereits am Vorabend ist ein erster unserer Autoren in Frankfurt zu erleben, weitere mischen sich ins Publikum. Hier wie dort freuen wir uns über Ihren Besuch und gute Begegnungen. Wie in den Vorjahren findet sich der Arco Verlag in bester Gesellschaft – des Elfenbein Verlags und nun auch des Mitteldeutschen Verlags – in Halle 4.1., F83.

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Mit lachendem und weinendem Auge erleben wir, wie unser Autor János Térey nun so ins Gespräch kommt, wie wir es seiner ungefälligen Literatur auch zugetraut haben. Nach seinem Tod im Juni erlebt er es nur nicht mehr unter uns, wie sein Buch Budapester Überschreitungen ihn und seine Wahlheimat zu beiden Donauufern endlich nach Deutschland trägt. Auf der SWR- Bestenliste, in der Süddeutschen Zeitung und nun im Deutschlandfunk würdigen ihn erste Besprechungen.

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Schon vor der Frankfurter Buchmesse bringen wir gleich dreimal Arco-Bücher auf die Bühne: Die Lesung aus Budapester Überschreitungen am 18. September ist dabei die »Uraufführung«. Das Buch – gerade groß in der SZ von Lothar Müller besprochen – ist zugleich zum Vermächtnis des im Juni verstorbenen Autors geworden. Ungarisch bleibt es am 21. September mit Endre Adys Gib mir deine Augenund Nachdichter Wilhelm Droste. Am 26. September stellt Alban Nikolai Herbst – im Gespräch mit der Dichterin Katharina Schultens – seine Lyrik vor, vor allem Aeolia. Gesang und Das Ungeheuer Muse.

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